Chemex: Design trifft Funktion
Die Chemex wurde 1941 vom deutschen Chemiker Peter Schlumbohm erfunden und ist heute ein Design-Klassiker — sie steht sogar im Museum of Modern Art in New York. Doch die Chemex ist weit mehr als schönes Glas: Ihr extra dicker Papierfilter ergibt einen besonders klaren, sauberen Kaffee.
Warum die Chemex besonders ist
Der Chemex-Filter ist 20–30 % dicker als ein normaler Papierfilter. Er hält mehr Öle und Feinpartikel zurück. Das Ergebnis ist eine Tasse von kristalliner Klarheit — weniger Körper als bei V60 oder French Press, dafür maximale Reinheit und Aromenpräzision.
Zubereitung (6-Tassen-Chemex)
- Wasser kochen: 700 ml auf ca. 94 °C
- Filter falten: Den quadratischen Filter zur Tüte falten, die dreischichtige Seite zum Ausguss
- Filter spülen: Gründlich mit heißem Wasser auswaschen (entfernt Papiergeschmack, wärmt die Karaffe vor). Spülwasser ausgießen
- Kaffee mahlen: 42 g, mittelgrob (etwas gröber als für V60, wie grober Sand)
- Blooming: Ca. 80 ml Wasser aufgießen, 45 Sekunden warten
- Aufgießen: In langsamen, kreisenden Bewegungen das restliche Wasser aufgießen. Gesamtzeit: ca. 4–4:30 Minuten
- Ratio: 1:16 (42 g Kaffee auf 672 ml Wasser)
Chemex vs. V60
- Chemex: Dickerer Filter, sauberer Geschmack, weniger Körper, größere Menge, langsamer
- V60: Dünnerer Filter, mehr Öle in der Tasse, mehr Körper, mehr Kontrolle, einzelne Tassen
Pflege
Die Glaskaraffe lässt sich einfach mit warmem Wasser und einer Flaschenbürste reinigen. Kein Spülmittel nötig — Reste beeinträchtigen den Geschmack. Die Chemex ist langlebig, solange man sie nicht fallen lässt.
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