Flat White: Intensiv und samtig
Der Flat White stammt aus Australien bzw. Neuseeland (beide Länder beanspruchen die Erfindung) und hat sich in der Specialty-Coffee-Szene weltweit durchgesetzt. Er ist stärker als ein Latte und weniger schaumig als ein Cappuccino — ein espressobetontes Milchgetränk mit samtiger Textur.
Zubereitung
- Espresso: Ein doppelter Shot (ca. 36–40 ml), oft als Ristretto gezogen
- Milch: Ca. 130–150 ml, mit sehr feinem Mikroschaum (max. 5 mm Schaumschicht)
- Tasse: Kleiner als beim Latte — typisch 150–180 ml Keramiktasse
Was macht den Flat White besonders?
Der Schlüssel ist das Verhältnis von Espresso zu Milch. Durch die kleinere Tasse und den doppelten Shot schmeckt man den Kaffee deutlich stärker als bei einem Latte. Die Milch ist so fein geschäumt, dass sie fast flüssig und glänzend ist — daher der Name Flat White. Es gibt keine dicke Schaumkrone.
Flat White vs. Cappuccino vs. Latte
Der Flat White sitzt geschmacklich zwischen Cappuccino und Latte:
- Latte: Viel Milch, wenig Schaum, mildester Kaffeegeschmack, größte Tasse
- Flat White: Weniger Milch als Latte, feinster Mikroschaum, starker Kaffeegeschmack
- Cappuccino: Deutlicher Schaum, klassisches Drei-Schichten-Gefühl
Latte Art im Flat White
Durch den feinen Mikroschaum eignet sich der Flat White perfekt für Latte Art. Die Milch lässt sich wunderbar gießen — Herzen, Tulpen und Farnblätter kommen besonders gut zur Geltung. In vielen Specialty-Cafés ist der Flat White das Getränk, an dem Baristas ihr Können zeigen.
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